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Verstärkung gesucht! INTV Beitrag

INTV Beitrag vom 03.03.2016 Studio Pfaffenhofen

Verstärkung gesucht! Tafel Pfaffenhofen braucht mehr Helfer

Pfaffenhofen (intv) Unglaubliche 5.000 Arbeitsstunden leisten 108 Freiwillige bei der Tafel Pfaffenhofen – in einer einzigen Woche. Dort gibt es immer was zu tun. Lebensmittel deren Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist oder bald ansteht, gilt es einzusammeln. In etwa 55 Supermärkten und Läden im Landkreis Pfaffenhofen. Auch Spenden sind manchmal dabei. Schon vor dem Einladen in den Lieferwagen wird die Ware sortiert und was nicht mehr zu gebrauchen ist, vor Ort entsorgt. Den Rest fahren die Freiwilligen ins Tafelhaus nach Pfaffenhofen. Dort wird erneut sortiert und dann werden Fuhren für die Außenstellen geladen. Die gibt es in Wolnzach, Rohrbach, Hohenwart und Steinkirchen. Dort verteilen weitere Ehrenamtliche die fertigen Pakete an Bedürftige. Die müssen ihre Armut schriftlich nachweisen, z.B. mit einem Rentenbescheid. Für einen symbolischen Euro bekommen sie dann ein Paket mit den Waren, die momentan zur Verfügung stehen. Das richtet sich auch danach, ob eine Familie oder eine alleinstehende Person versorgt werden muss. Allein von den Spenden der Tafel können die Berechtigten sich nicht ernähren. Für ihre ehrenamtliche Arbeit sucht die Tafel noch Freiwillige, die zur Hand gehen. Wieviel Zeit man investieren will, bleibt jedem selbst überlassen. Mehr Informationen unter der Telefonnummer: 08441 787356

Trio an der Spitze

Pfaffenhofener Kurier 04.12.2015

Die Pfaffenhofener Tafel hat eine neue Leiterin: Petra Eidenberger. Sie ist die Nachfolgerin von Gudula Langmaier. Bei einem Treffen der ehrenamtlichen Tafelhelfer, von denen es über 100 gibt, stellte sie sich vor.

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Trio an der Spitze: Silvia Hiestand (von links) und Günther Haberer freuen sich über die neue Leiterin Petra Eidenberger. Begrüßt wurde sie auch von Pfarrerin Christiane Murner – Foto: Eibisch

Petra Eidenberger ist 58 Jahre alt, in Nordrhein-Westfalen geboren, katholisch und hat zwei erwachsene Töchter. Seit 22 Jahren lebt sie nun in Wolnzach. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe. Bisher hat sie in der Tafelaußenstelle in Wolnzach mitgearbeitet. Nun wechselt sie in die Zentrale nach Pfaffenhofen. „Ich freue mich besonders darüber, dass ich zusammen mit Silvia Hiestand und Günther Haberer in einer Mannschaft zusammenarbeiten kann – mir ist Teamarbeit nämlich ausgesprochen wichtig“, erklärt die neue Tafelleiterin. Die Hauptaufgabe der Tafel sieht sie sowohl in der Unterstützung sozial schwacher Mitbürger als auch bei der Hilfe für Menschen, die nicht mehr voll für sich selbst sorgen können. Die Tafel in der Kreisstadt wurde 2003 gegründet und unterstützt derzeit etwa 550 Bedürftige.

Mit Freude hat sie sich bereits im Tafelhaus im Draht 19 ihren Arbeitsplatz im ersten Stock eingerichtet. „Wenn ich da oben sitze und arbeite und aus dem Erdgeschoss höre ich herzliches Lachen beim Herrichten der Lebensmittel, merke ich, dass die vielen Helfer Freude daran haben, anderen Menschen zu helfen“, sagt sie.

Von Manfred Eibisch

„Lebensmittel sind zu schade für die Tonne“

Pfaffenhofener Kurier 01.10.2015

Georg Martin, seit 1. Oktober neuer Ilmmünsterer Pfarrer: „Erntedank ist ein wichtiges Fest – nicht nur kirchlich, sondern auch gesellschaftlich. Der Name sagt ja schon, warum: Wir sollten dankbar sein für das, was wir haben. Für viele Menschen auf der Welt sind Lebensmittel in Hülle und Fülle nämlich alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Bei uns hingegen werden Lebensmittel weggeschmissen. Das passiert nicht aus Bosheit, sondern aus Gedankenlosigkeit. Es schadet deshalb nicht, sein eigenes Verhalten immer wieder zu hinterfragen. Für mich persönlich spielt Erntedank da eine ganz besondere Rolle: Als Kind bin ich auf einem kleinen Bauernhof in Geierlambach aufgewachsen und habe schon von klein auf in der Landwirtschaft mitarbeiten dürfen – von der Aussaat bis zur Ernte. Und wenn man weiß, wie viel Arbeit es macht, bis Brot und Wurst auf dem Tisch sind, geht man viel verantwortungsvoller mit Lebensmitteln um.“

Silvia Hiestand, Leiterin der Pfaffenhofener Tafel: „Lebensmittel sind zu schade für die Tonne. Als Verbraucher sollte man sich zum Beispiel nicht stur auf das Mindesthaltbarkeitsdatum verlassen, sondern auch auf die eigenen Sinne: Oft sind die Produkte noch einwandfrei. Und auch aus Lebensmitteln, die nicht mehr schön sind, lässt sich noch viel machen. Bei welkem Salat zum Beispiel reicht es, ihn in kaltes Wasser zu legen. Viele Lebensmittel werden aber schon im Handel weggeschmissen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum etwa legen ja die Hersteller fest. Manche datieren bewusst kürzer, damit der Durchsatz im Laden schneller ist. Hinzu kommt, dass bei abgepackter Ware alles weggeschmissen wird, wenn nur ein Teil optisch nicht mehr in Ordnung ist. Wir von der Tafel sorgen dafür, dass solche Lebensmittel an Bedürftige weitergegeben werden. Wir haben rund 600 Kunden, darunter fast 240 Kinder.“

Max Weichenrieder, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands: „Auch wenn wir Landwirte es eigentlich gewohnt sind, vom Wetter abhängig zu sein, war heuer ein schweres Jahr für viele Betriebe, die weniger Ertrag bei gleichen Kosten hatten. Zumindest hatten wir bei der langen Hitzeperiode das Glück, dass es kühle Nächte mit Tau gab. Sonst wären die Ernteausfälle noch viel drastischer ausgefallen. So ein Jahr zu überstehen, kann für die Betriebe schwierig sein. An Erntedank muss man auch an so etwas denken. Vielleicht hat das Fest nicht mehr so viel Bedeutung wie früher, es kann die Menschen aber zum Nachdenken anregen. Über ihre Essgewohnheiten. Aber auch darüber, woher ihre Lebensmittel eigentlich stammen. Wir in Bayern leben in einem Land, in dem es eigentlich alles gibt. Da bräuchte es gar nicht soviel importierte Lebensmittel.“

Erich Schlotter und Heidi Lempp vom Verein zur Förderung der Pfaffenhofener Tafel: „Zu Erntedank gehört es, an die Bedürftigen zu denken. Uns von den Tafeln wäre ja schon geholfen, wenn uns alle großen Supermärkte unterstützen würden – denn bei weitem nicht alle beliefern uns. In Frankreich zum Beispiel gibt es eine gesetzliche Verpflichtung, dass überschüssige Lebensmittel an Tafeln oder Bedürftige abgeben müssen. Bei uns hingegen wird viel weggeschmissen. Auch vom Verbraucher: Wir sind verbildet, zum Beispiel durch EU-Verschriften. Die Gurke hat gerade zu sein, die Banane krumm. Und auf solche Kriterien schaut dann auch der Normalverbraucher. Was abweicht, hält er vor lauter Überfluss für minderwertig – das ist aber Blödsinn. Auch krumme Gurken kann man essen. Auch schrumpliges Gemüse kann man verwenden. Heuer werden wir Verbraucher die schlechten Ernten auch am Preis merken, zum Beispiel bei den Kartoffeln. Trotzdem muss man dankbar sein, dass es bei uns alle Grundnahrungsmittel gibt. Man gibt halt ein paar Cent mehr aus. Bei den Kunden der Tafel ist das nämlich anders: Für die ist es ein echtes Problem, wenn Lebensmittel teurer werden.“

Von Michael Kraus

Eine Reise nach Berlin

Pfaffenhofener Kurier 24.09.2015

Wolnzach (WZ) Wer sich ehrenamtlich engagiert, für den gibt es im Landkreis die Ehrenamtskarte. Und diese hat einer Wolnzacher Bürgerin jetzt eine Reise nach Berlin eingebracht: Unter allen Ehrenamtskarteninhabern im Landkreis Pfaffenhofen hat das Landratsamt jetzt eine Verlosung durchgeführt – und Edeltraud Grosam aus Larsbach als Gewinnerin gezogen.

Zum Gewinn gratulierten Edeltraud Grosam (Zweite von rechts) Landrat Martin Wolf (rechts), Ingrid Wohlsperger (Sachbereich Ehrenamtskarte, von links) und Uschi Schlosser (Leiterin des Koordinierungszentrums Bürgerschaftliches Engagement) – Foto: Schönauer

Bei der offiziellen Gewinnübergabe freute sie sich sehr über den Reisegutschein. Denn Entspannung kann sie gut gebrauchen. Seit vielen Jahren schon engagiert sich Grosam in Wolnzach bei der Tafel, die jeden Dienstag Lebensmittel im Rathauskeller ausgibt.

Bei der Preisübergabe lobte Landrat Martin Wolf den Einsatz ehrenamtlicher Helfer in so vielen Teilen der Gesellschaft. Dadurch werde der Zusammenhalt in der Gesellschaft maßgeblich gestärkt. Die Ehrenamtskarte solle diesen Einsatz honorieren und gleichzeitig auch Ansporn für andere sein, sich ehrenamtlich einzubringen. Inhaber der Ehrenamtskarte erhalten Vergünstigungen, beispielsweise beim Eintritt in verschiedene Einrichtungen des Landkreises.

Hipp Azubi-Spende

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Silvia Hiestand (Leitung Tafel)
Bettina Weinhardt, Dominik Walter, Marvin Buck (Auszubildende der Firma Hipp)
(von links nach rechts)

Neben den regelmäßigen Lebensmittelspenden, die wir seit Tafeleröffnung erhalten, hat sich die Firma Hipp eine besondere Spende ausgedacht: Andreas Zacherl, Ausbildungsleiter der Fachkräfte für Lebensmitteltechnik, hat seine drei Auszubildenden im zweiten Lehrjahr mobilisiert und für das soziale Engagement bei der Tafel begeistert.
Das ganze Schuljahr 2014/15 arbeiten sie immer abwechselnd jeden Mittwoch in der Pfaffenhofener Tafel mit. Über die tatkräftigen jungen Helfer sind wir sehr froh.

Ganz herzlichen Dank dafür auch unserem Schirmherrn und Firmeninhaber, Prof. Dr. Claus Hipp, für die Freistellung der Auszubildenden und dem Produktionsleiter Herbert Ehrmeier für die Unterstützung.

Audi-Läufer

Ganz heaudirzlichen Dank den 3800 Läufern der AUDI AG, die mit ihrer Teilnahme am 24-Stunden-Lauf im Mai 114.000 Euro erlaufen haben. Ihre Firma hat auf sensationelle 175.000 Euro aufgestockt.
Die Pfaffenhofener Tafel freut sich über eine große 4-stellige Spende aus diesem Fundus.

Katholischer Frauenbund, Waschmittelspende

Wir danken dem Katholischen Frauenbund von Pfaffenhofen für die großzügige Spende für Waschmittel und Ostergeschenke für die Kinder.

Bayernwerk AG

Die Pfaffenhofener Tafel mit ihrem Träger, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Pfa2014_12_09 bayernwerkffenhofen,  ist über das außerordentliche Engagement der Bayernwerk AG sehr glücklich. Das Haus am Draht 19 darf die Tafel seit der Gründung 2003 mietfrei nutzen. Außerdem werden sämtliche Stromkosten – die sehr hoch durch die Kühlung der Lebensmittel sind – sowie alle weiteren Nebenkosten durch die Bayernwerk AG übernommen. Herzlichen Dank

Firma WipflerPlan

2014_12_17 wipflerHerzlichen Dank der Firma
WipflerPlan aus Pfaffenhofen
für die großzügige Spende.
Schon seit Jahren darf die
Pfaffenhofener Tafel diese
Unterstützung entgegennehmen.

 

Tafel-Arbeit notwendiger denn je

Schrobenhausener Zeitung 18.04.2015

Auch wenn die Region Pfaffenhofen wirtschaftlich floriert – die Pfaffenhofener Tafel wird mehr denn je gebraucht. Die Kundenzahlen steigen ständig, nicht zuletzt auch durch die vielen Asylbewerber. Auch die Zahl der Kinder unter den Tafelkunden ist so hoch wie noch nie. Andererseits gehen die Waren zurück, die die Helfer an die Bedürftigen ausgeben können. Tafel-Leiterin Gudula Langmaier wies während der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im evangelischen Gemeindezentrum auf die wachsenden Probleme hin, mit denen die Tafel zu kämpfen hat.

Bild: E. Steinbüchler   Die Leitung von Tafel und Förderverein wurden getrennt: Unser Foto zeigt den alten und den neuen Vorstand.

Kundenbetreuer Günther Haberer verdeutlichte die Problematik mit eindrucksvollen Zahlen. So hat die Tafel aktuell 272 Kunden, darunter 137 Familien mit bis zu sieben Kindern. Insgesamt versorgt die Tafel 603 Personen, und zwar 359 Erwachsene und 244 Kinder. Jede Woche holen durchschnittlich 178 Kunden Essenspakete für insgesamt 410 Personen an den Ausgabestellen der Tafel ab. „Das sind 53 Prozent mehr Kunden als vor drei Jahren“, betonte Günther Haberer. An den Außenstellen in mehreren Landkreisgemeinden hat sich die Kundenzahl sogar fast verdoppelt.

Im laufenden Jahr hat die Tafel bereits 65 neue Kundenausweise ausgestellt, davon 34 an Flüchtlinge. Im Jahr 2012 waren unter den Tafelkunden nur zwei Asylbewerber; heute sind es 60. Auch sprachliche Probleme der Flüchtlinge sowie unterschiedliche Essgewohnheiten erschweren die Arbeit der Helfer.

Noch weit gravierender allerdings ist der Rückgang der Lebensmittel, die die Tafel überhaupt zur Verfügung hat. Zwar gibt es nach wie vor eine Reihe ganz wichtiger regelmäßiger Lebensmittel- und auch Geldspenden, doch es fehlen zunehmend Waren aus Supermärkten. Durch knappere Kalkulation und einen günstigen Abverkauf ablaufender Lebensmittel bleibt dort offensichtlich weniger Überschuss. Und Waren, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben, werden zunehmend entsorgt, auch wenn die Lebensmittel noch einwandfrei sind. Wenn es für die Tafel möglich wäre, die ablaufenden Waren täglich mit dem Kühlauto abzuholen, könnten wahrscheinlich mehr Lebensmittel gesammelt werden, doch dafür fehlen die personellen Kapazitäten.

Gudula Langmaier drückte ihre Freude darüber aus, dass die Bayernwerk AG weiterhin das Tafelhaus am Draht kostenlos zur Verfügung stellt. Sie bedankte sich bei allen, die die Tafel mit Spenden unterstützen. Einige Spenden, die für ein neues Kühlauto gesammelt wurden, liegen jetzt zweckgebunden auf dem Tafelkonto, da das Kühlauto noch einmal repariert werden konnte.

Einen herzlichen Dank richtete die Tafel-Leiterin an alle 106 Ehrenamtlichen, die an den fünf Ausgabestellen in Pfaffenhofen, Hohenwart, Reichertshausen, Rohrbach und Wolnzach tätig sind: „Die Helfer sind toll! Und bei Bedarf sind sie immer zu Mehrarbeit bereit.“ Seit der Gründung vor zwölf Jahren ist die Mithilfe ungebrochen, erläuterte Langmaier und freute sich auch über das Engagement von drei Hipp-Azubis, die die Ehrenamtlichen seit September regelmäßig unterstützen.

Von Elisabeth Steinbüchler

„Endlich haben wir Platz“

 Pfaffenhofener Kurier 24.03.2015

Wolnzach (WZ) Einmal pro Woche gibt es im Rathauskeller Gemüse, Brot, Fleisch und Nudeln: Die Wolnzacher Ausgabestelle der Tafel ist dorthin umgezogen. Derzeit versorgt sie 25 Erwachsene und zwölf Kinder plus die Asylhäuser, aber: „Viele wissen gar nicht, dass es uns gibt“, sagt Leiterin Notburga Dierl.

Die Männer vom Bauhof schleppen Bretter und bauen gerade ein neues Regal auf. Vor der schweren Doppelflügeltüre, über die der Besucher den Rathauskeller von der Schlossstraße aus betreten kann, hält ein Transporter: Einer der Tafellieferanten bringt kistenweise duftende Schmalznudeln, Kuchen und Hefeteilchen. Die Tafelfrauen mit ihren lila Schürzen packen kräftig mit an, finden aber auch noch Zeit für ein kurzes Pläuschchen mit dem Anlieferer. Freude auf allen Seiten: Er ist froh, für seine unverkauften Backwaren dankbare Abnehmer zu haben, und die Tafelfrauen sind glücklich, ihren Kunden an diesem Dienstag auch diese Leckereien anbieten zu können.

Gut untergebracht im Rathauskeller: Die Wolnzacher Tafelfrauen freuen sich mit dem evangelischen Pfarrer Michael Baldeweg über ihr neues Quartier. Die evangelische Kirchengemeinde ist Träger der Tafel im Landkreis Pfaffenhofen – Foto: Trouboukis

Überhaupt ist die Stimmung seit über einer Woche besonders gut, denn die Wolnzacher Tafelausgabe ist umgezogen: Fast elf Jahre lang konnten die Tafelkunden ihre Lebensmittel immer dienstags im Bürgerbüro an der Klosterstraße abholen, jetzt hat sich die Tafel im Rathauskeller einquartiert. „Wir hatten vom Bürgerbüro immer großes Entgegenkommen und es ging schon irgendwie“, sagt die Wolnzacher Leiterin Notburga Dierl. „Aber es war halt sehr eng.“ Auf dem Gehsteig haben die Anlieferer nicht selten geparkt, um die schweren Lebensmittelkisten nicht immer über den ganzen Marienplatz schleppen zu müssen. „Keine gute Situation“, sagt Tafelhelferin Anja Koch. Und auch, dass die Tafelkunden zur Ausgabe regelrecht auf dem Präsentierteller waren, wenn sie an zentraler Stelle mitten im Markt auf den Beginn der Ausgabe warten mussten, war alles andere als optimal.

„Das ist für manche schon eine Hemmschwelle, die sie überwinden müssen, bevor sie überhaupt zu uns kommen“, weiß Notburga Dierl aus Erfahrung. Seit den ersten Anfängen der Pfaffenhofener Tafel ist sie schon dabei und hat dann mit Eröffnung der Ausgabestelle Wolnzach hier die Regie übernommen. Gerne, ehrenamtlich und mit großem Einsatz, wie alle Tafelfrauen, die hier mitarbeiten: „Wir sind im Moment neun und ein tolles Team, jede hat ihre Aufgabe“, sagt Dierl. Und jede hat sich sehr gefreut, dass es mit dem Umzug jetzt geklappt hat – schnell, unbürokratisch und „mit größter Unterstützung durch den Markt“, so die Leiterin. „Wir dürfen den Rathauskeller kostenlos nutzen und bekommen auch noch so viel Hilfe“, zeigt sie sich sehr dankbar dafür, dass es mit dem Umzug jetzt geklappt hat.

„Endlich haben wir Platz“, tönt es aus Reihen der Frauen, die derweil schon dabei sind, die angelieferten Lebensmittel einzuräumen. Die grünen Ausgabekisten stehen bereit, beschriftet mit Namen der Kunden: 25 Erwachsene und zwölf Kinder plus die Asylhäuser bekommen über die Wolnzacher Tafel ihre Grundnahrungsmittel. „Derzeit hätten wir also noch Kapazitäten offen und könnten noch mehr Leute bedienen“, sagt Anja Koch. „Aber manche Leute schämen sich, das ist schade“, meint sie.

Scham sei gar nicht angebracht, denn von der Tafel werden die Menschen bedient, die es nötig haben: Nach Feststellung der Bedürftigkeit über das Sozialamt können Interessierte einen Tafelausweis bekommen, mit dem sie dann einmal pro Woche – in Wolnzach dienstags von 12.30 bis 13 Uhr im Rathauskeller – zum symbolischen Preis von einem Euro ihre Lebensmittel an der jeweiligen Ausgabestelle abholen können. Die Wolnzacher Tafel ist eine von fünf Ausgabestellen im Landkreis, Träger ist die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Pfaffenhofen.

Von Karin Trouboukis

Arabische Frauen spenden für die Tafel

spende 2014-12-10

Text und Bild: Elisabeth Steinbüchler
Von links: Heidi Lempp, Silvia Hiestand, Fatiha Boulla, Wafaa Aboubaker, Gudula Langmaier

Ein Hauch von Orient zog in der vergangenen Woche durchs Pfaffenhofener
Pfarrheim, als die arabisch-deutsche “Al salam” zu einem Kennenlernabend einlud. Am köstlichen arabischen Buffet durften sich die Besucher kostenlos bedienen, doch Spenden für die Pfaffenhofener Tafel waren herzlich willkommen.
Insgesamt 350 Euro zählten die Organisatorinnen Wafaa Aboubaker, Fatiha Boulla und Najat Hasekamp-Ailabi am Ende des Abends. Diesen Betrag überreichten sie nun an die Tafel-Verantwortlichen. “Die Tafel tut sehr viel für Bedürftige und dabei auch für Familien aus arabischen Ländern – jetzt möchten wir einmal etwas zurückgeben”, erklärte Wafaa Aboubaker, und die Tafel-Vorsit-
zende Gudula Langmaier bedankte sich herzlich für die willkommene Unterstützung.

EDEKA-Stiftung

2014_11_24 edeka-stiftung kleinDie Pfaffenhofener Tafel bedankt sich für die großzügige Spende der EDEKA-Stiftung. Eine Tonne Mehl, eine Tonne Zucker und 500 Kilo Nudeln durften über EDEKA in Wolnzach abgeholt werden. Insgesamt 90 Tonnen Lebensmittel übergab die Stiftung an 35 Tafeln im bayerischen Raum und erfreute so viele Menschen in der vorweihnachtlichen Zeit.

Großzügige Spende aus Jetzendorf

Schrobenhausener Zeitung 18.12.2014

Jetzendorf (ost) Die Pfaffenhofener Tafel kann sich über eine großzügige Geldspende freuen: Beim gemeinsamen Martinsfest des Jetzendorfer Kindergartens Spatzennest und des Kinderhauses Regenbogen in Priel sowie durch eine Spende der Pfarrei kam insgesamt eine Summe von 750 Euro zusammen. Jetzt wurde der Scheck an die soziale Einrichtung in Pfaffenhofen übergeben.

Die stolze Summe von 1500 Euro haben engagierte Jetzendorfer Bürger der Pfaffenhofener Tafel gespendet. Das Geld wird für Geburtstagsgeschenke für bedürftige Kinder verwendet – Foto: Ostermair

Durch private Spenden des Postwirt-Stammtisches unter der Leitung von Gerry Grimmer konnte diese Summe sogar noch verdoppelt werden, so dass Gudula Langmaier von der Pfaffenhofener Tafel nun einen Scheck über insgesamt 1500 Euro entgegennehmen konnte.

Das Geld wird in Geburtstagsgeschenke für bedürftige Kinder, die mit ihren Eltern von der Tafel unterstützt werden, investiert. Über das soziale Engagement aller Beteiligten haben sich auch Dekan Konrad Eder und Jetzendorfs Bürgermeister Manfred Betzin (CSU) gefreut – und den Beteiligten ihren Dank für ihren besonderen Einsatz ausgesprochen.

Von Josef Ostermair

Ein weiteres Jahr ist gesichert

Pfaffenhofener Kurier 11.12.2014

Über die Kosten für Miete und Strom braucht sich die Pfaffenhofener Tafel weiterhin keine Gedanken machen: Die Bayernwerk AG hat den kostenlosen Mietvertrag mit der karitativen Initiative um ein weiteres Jahr verlängert.

Vor allem für den Erlass der Stromkosten zeigte sich Gudula Langmaier, Leiterin der Pfaffenhofener Tafel, dankbar: „Für das Licht und vor allem für die Kühlung der Lebensmittel käme das Jahr über sicherlich einiges an Stromkosten zusammen. Aber Gott sei Dank müssen wir hierfür weiter keine Unkosten bezahlen.“ Die Pfaffenhofener Tafel ist eine private Initiative, die ehrenamtlich zum Wohl sozial schwach gestellter Menschen arbeitet. Sie sammelt Lebensmittel von Supermärkten und anderen Geschäften und verteilt diese an Hilfsbedürftige. „Die weiteren Kosten, wie zum Beispiel den Betrieb unserer beiden Hilfsautos, decken wir nur mit Spenden“, erklärt Langmaier.

Weiter keine Mietkosten für die Tafel: Johann Blank (Zweiter von rechts) und Stefan Drexl von der Bayernwerk AG übergeben den neuen Mietvertrag an Silvia Hiestand, Stadtpfarrerin Christiane Murner und Gudula Langmaier. – Foto: Enzmann

Für Johann Blank, Leiter des Netzbetriebes Oberbayern Nord bei der Bayernwerk AG, war die Verlängerung des Mietvertrages eine Selbstverständlichkeit: „Wir haben eine langjährige Beziehung mit Pfaffenhofen und in unsere Firma spielt der soziale Gedanke seit Gründung vor über 100 Jahren eine zentrale Rolle.“ Noch unter Bürgermeister Hans Prechter habe die Stadt vor knapp zwölf Jahren gerade keine geeigneten Räume für die Tafel zur Verfügung gehabt, erinnert sich Blank. Das kleine Haus „Am Draht“ hält er für eine geeignete Ausgabestelle: „Es ist ein großer Hof mit dabei, das ist ideal um die Fahrzeuge zu entladen. Und auch Privatsphäre ist dort gewährleistet.“

Insgesamt engagieren sich für die Pfaffenhofener Tafel rund 60 Ehrenamtliche. Zum Preis von einem Euro pro Haushalt erhalten alle Kunden einmal pro Woche einen Warenkorb mit Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Milchprodukten und Brot.

Von Christoph Enzmann